SHZ berichtet über AirTaxi Express

SHZ berichtet über AirTaxi Express
Peter Knappertsbusch
Peter Knappertsbusch Last Updated: Aug. 18, 2025, 11:36 a.m.

Sylt, 11. August 2025 - Mal eben von Hamburg oder Köln nach Sylt fliegen. Einfach per App – ganz ähnlich, fast wie auf Zuruf, so wie das inzwischen bei Über mit Autos beispielsweise ganz normal ist? Ein wenig klingt es noch nach Zukunftsmusik – und das ist es wahrscheinlich auch. Denn „Fliegen zum Taxipreis“ womit „AirTaxi.Express“ als der neue Anbieter am Himmel wirbt, wird so wohl noch nicht möglich sein.

Das sagt auch der Chef des Unternehmens, Peter Knappertsbusch. Dennoch sieht er in seinem Angebot eine echte Marktlücke für Sylt. Denn die Air-Taxis sind Ultraleichtfluggeräte. Kleine Luftfahrzeuge, die außer dem Piloten Platz für eine weitere Person mit leichtem Gepäck haben. 110 Kilogramm Zuladung sind möglich. „Wir füllen eine Nische – sehen uns erst einmal aber nicht als klassische Airline“, sagt Knappertsbusch.

Zeitersparnis sei ein Vorteil für Kunden

Bei seiner Unternehmung sieht der 45-Jährige andere Vorteile: „Wir fliegen nur auf Bestellung, und können von sehr vielen kleineren Flughäfen aus starten, die für die großen Airlines gar kein Thema. Ein Flug von Oldenburg-Hatten nach Sylt würde, jetzt bei „AirTaxi.Express“ für Ende September gebucht, beispielsweise 204 Euro kosten. Nicht billig, dafür aber exklusiv – und flexibler als jede andere Anreise.

Ein weiterer Vorteil aus Sicht des Unternehmenschefs: „Die Zeitersparnis liegt je nach Strecke bei 50 bis 70 Prozent gegenüber der Reise mit der Bahn oder Pkw.“ Auf diese Weise könnten auch Unternehmen sparen: „Zeit ist in dem Fall ja wirklich Geld: Wer bei der Reisezeit spart, spart auch gleichzeitig Arbeitszeit beziehungsweise Arbeitszeitkosten.“

Geringerer Verbrauch als ein SUV

Und noch einen Vorteil sieht Knappertsbusch, der eigentlich Unternehmensberater ist und sonst ein Büro mit 35 Mitarbeitern führt, in seinem Angebot: „Unsere Motoren verbrauchen umgerechnet lediglich sechs Liter auf 100 Kilometer. Das sei weniger als bei einem durchschnittlichen SUV.“

 

Dieser Artikel erschien am 11.8.2025 in der SHZ und entstand auf Basis eines Interviews zwischen dem Geschäftsführer Peter Knappertsbusch und dem Journalisten Stephan von Kolson.